... der Winter ist da :-(
Auch in Kairo wird es langsam kälter, der Obstmann in unserer Straße trägt seit heute einen Schal über der Galabya. Heute hat es sogar zwei Mal kurz geregnet (in Siwa würde das bedeuten, ein Mal noch und dann Tschüss Altstadt!) und ich musste fast weinen.
Mittwoch, 21. November 2007
Mittwoch, 24. Oktober 2007
FOTOS AM ROTEN MEER!
Es war einfach sehr entspannend!!!
Mittwoch, 17. Oktober 2007
The Sound of Silence
Schon wieder im Verzug mit den Reiseberichten... Schnell, schnell die Erlebnisse vom vorletzten Wochenende:
Als am letzten Mittwoch bekanntgegeben wurde, dass der Sonntag wegen des 6. Oktobers frei sein würde (überzeugende Logik, da 6. Oktober ja am Samstag war…), schlugen wir den Reiseführer auf und hatten kurze Zeit später unser Ziel festgelegt: Am Donnerstag abend brachen wir auf nach Siwa, die westlichste Oasengruppe Ägyptens nahe der libyschen Grenze in einer Wüste genannt "The Great Sand Sea". Die Fahrt dorthin war zwar lange und nicht eben das, was man unter einer angenehmen Reise versteht aber den Umständen entsprechend völlig normal und das Ziel auf jeden Fall die Mühe wert. Schon ins Marsa Matrouh, einer Stadt am Mittelmeer, von der aus die einzige Straße nach
Siwa führt, waren wir im Vorhof zu einer anderen Welt angekommen. Siwa selbst vermittelt den Eindruck, als sei die Zeit dort stehen geblieben. Die Stadt besteht hauptsächlich aus einem Marktplatz, die sichtbare Bevölkerung aus Männern in der traditionellen Djallaba, winkenden Kindern und Eseln. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, wenn vor einem ein Mofa die Straße kreuzt, auf dem abgesehen von zwei Männern und einem Kind auch noch eine Ziege sitzt.
Nachdem wir uns im Hostel eine Übernachtung für zwei Euro pro Person organisiert hatten, begannen wir unser Sightseeing-Programm.
Die Altstadt, Shali, wurde 1926 von einem völlig ungewöhnlichen Naturphänomen heimgesucht: Drei Tage Dauerregen und die Lehmhäuser waren nicht mehr zu retten. Shalis Bewohner verliessen fluchtartig ihre Behausungen, Neu-Siwa entstand.
Glaubt man der einschlägigen Reiseliteratur, kommen auf einen Einwohner in Siwa knapp zwei Olivenbäume und etwa 150 Dattelpalmen. Die Zahl der Esel wird nicht näher bestimmt, liegt aber wohl in einer ähnlichen Größenordnung.
Um ein in Kairo nahezu vergessenes Gefühl der Fortbewegung wieder aufleben zu lassen, kann man sich in Siwa Fahrräder mieten und damit die nähere Umgebung erkunden.
In Fahrradentfernung von Siwa-Stadt liegt auf einem Hügel der Tempel des Orakels aus der 26. Dynastie, was in Jahren ausgedrückt das 6. Jahrhundert v. Chr. ist. Das Amun-Orakel war eines der sechs einflussreichsten seiner Zeit und kann Alexander den Großen zu seinen Besuchern zählen, der sich vor einem seiner Feldzüge gerne als Sohn des Zeus beziehungsweise Amun bestätigt wissen wollte. 
Der eigentliche Tempel des Amun liegt ein paar hundert Meter entfernt und würde nicht unbedingt als Sehenswürdigkeit erkannt werden, wenn kein Schild darauf hinweisen würde. Wie der Lonely Planet es so schön ausdrückt, „All that’s left standing is a part of a wall covered with inscriptions, thanks to an Ottoman governor who blew up the temple in 1896 to get building material.“ So schnell kann’s gehen…
Eine der Quellen, als Cleopatra-Bad bekannt, liegt mitten in den Palmenhainen. Als Frau tut man gut daran, diesen antiken Swimmingpool nur von außen zu betrachten
, Siwas (männliche) Jugend nutzt ihn allerdings sehr intensiv.
Auf dem Gebel al Mawta, dem Berg der Toten, versteckten sich die Bewohner Siwas in den höhlenartigen Gräbern, als die Oase im 2. Weltkrieg von den Italienern bombardiert wurde. Etwas makaber. Laut Reiseführer gibt es einige besondere Gräber, die wir jedoch nicht finden konnten. Trotzdem lohnt sich der Aufstieg schon allein der Aussicht wegen.
Siwa führt, waren wir im Vorhof zu einer anderen Welt angekommen. Siwa selbst vermittelt den Eindruck, als sei die Zeit dort stehen geblieben. Die Stadt besteht hauptsächlich aus einem Marktplatz, die sichtbare Bevölkerung aus Männern in der traditionellen Djallaba, winkenden Kindern und Eseln. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, wenn vor einem ein Mofa die Straße kreuzt, auf dem abgesehen von zwei Männern und einem Kind auch noch eine Ziege sitzt.Nachdem wir uns im Hostel eine Übernachtung für zwei Euro pro Person organisiert hatten, begannen wir unser Sightseeing-Programm.

Die Altstadt, Shali, wurde 1926 von einem völlig ungewöhnlichen Naturphänomen heimgesucht: Drei Tage Dauerregen und die Lehmhäuser waren nicht mehr zu retten. Shalis Bewohner verliessen fluchtartig ihre Behausungen, Neu-Siwa entstand.
Glaubt man der einschlägigen Reiseliteratur, kommen auf einen Einwohner in Siwa knapp zwei Olivenbäume und etwa 150 Dattelpalmen. Die Zahl der Esel wird nicht näher bestimmt, liegt aber wohl in einer ähnlichen Größenordnung.
Um ein in Kairo nahezu vergessenes Gefühl der Fortbewegung wieder aufleben zu lassen, kann man sich in Siwa Fahrräder mieten und damit die nähere Umgebung erkunden.
In Fahrradentfernung von Siwa-Stadt liegt auf einem Hügel der Tempel des Orakels aus der 26. Dynastie, was in Jahren ausgedrückt das 6. Jahrhundert v. Chr. ist. Das Amun-Orakel war eines der sechs einflussreichsten seiner Zeit und kann Alexander den Großen zu seinen Besuchern zählen, der sich vor einem seiner Feldzüge gerne als Sohn des Zeus beziehungsweise Amun bestätigt wissen wollte. 
Der eigentliche Tempel des Amun liegt ein paar hundert Meter entfernt und würde nicht unbedingt als Sehenswürdigkeit erkannt werden, wenn kein Schild darauf hinweisen würde. Wie der Lonely Planet es so schön ausdrückt, „All that’s left standing is a part of a wall covered with inscriptions, thanks to an Ottoman governor who blew up the temple in 1896 to get building material.“ So schnell kann’s gehen…
Eine der Quellen, als Cleopatra-Bad bekannt, liegt mitten in den Palmenhainen. Als Frau tut man gut daran, diesen antiken Swimmingpool nur von außen zu betrachten
, Siwas (männliche) Jugend nutzt ihn allerdings sehr intensiv.Auf dem Gebel al Mawta, dem Berg der Toten, versteckten sich die Bewohner Siwas in den höhlenartigen Gräbern, als die Oase im 2. Weltkrieg von den Italienern bombardiert wurde. Etwas makaber. Laut Reiseführer gibt es einige besondere Gräber, die wir jedoch nicht finden konnten. Trotzdem lohnt sich der Aufstieg schon allein der Aussicht wegen.
Das absolute Highlight unseres Wochenendtrips war jedoch ohne Zweifel die Nacht in der Wüste. Heiße und kalte Quellen, perfekt geformte, bis zu 80 Meter hohe Sanddünen, traditionelle Berberküche, himmlische Stille um uns und Schlafen unter einem unbeschreiblichen Sternenhimmel... Wie im Paradies :-) Donnerstag, 27. September 2007
Newsflash
Nachdem die Ankunftsphase ohne Internetzugang an uns vorüberging haben wir es versäumt, einige Informationen zu unserem allgemeinen Lebensumfeld zu geben.
Diese wären:
Wohnung
Unsere Wohnung befindet sich in Nasr City, einem der jüngeren Stadtteile von Kairo, der zu Ehren des Siegers über die israelischen Truppen im Jom-Kippur-Krieg erbaut wurde. Wir leben in einem Haus mit diversen Professoren der Al Azhar Universität und der wahrscheinlich süßesten Bawab-Familie in ganz Ägypten. Für diejenigen, die die Lektion „Auf Wohnungssuche“ im Arabischbuch nicht mehr parat haben: Ein Bawab ist sowas wie ein Hausmeister mit einem langen Gewand.
Die Wohnung selbst ist super schön und gemütlich und hat alles, was wir brauchen. Außer des öfteren Wasser und Strom. Soll aber ein temporäres Problem sein, malesh. Hauptaufenthaltsort, wenn wir mal zu Hause sind, ist der Balkon, für den uns unsere Vermieterin sogar noch extra Tisch und Stühle gekauft hat.
Uni
Die Misr International University ist eine Bildungseinrichtung mit dem Flair einer Hotelanlage. Am ersten Tag dachten wir, wir seien im Himmel, da man nicht nur T-Shirts und Kugelschreiber geschenkt bekommt, sondern dazu auch noch überall Angestellte frischen Mangosaft und Snacks servieren. Was für ein Empfang, dachten wir uns schon, leider stellte sich heraus, dass das alles eigentlich für die Freshmen-Students war und zwar für die, die an dieser Uni regulär bezahlen... ;-)
Ansonsten können wir zur Uni noch nicht viel sagen, da die allgemeine Verplantheit und völlige Abwesenheit jeglicher Regeln selbstverständlich NUR auf den Ramadan zurückzuführen ist. Bestimmt werden wir uns zum Ende des Monats organisationsmäßig in einem Militärcamp wiederfinden.
Was aber auffällt, ist die bedingungslose Hilfsbereitschaft einfach jeder einzelnen Person, die man auf den verwirrenden Gängen dieser Gebäude so antreffen kann: Ob Professoren oder Studenten, Putzfrauen, Bibliotheksmitarbeiter oder Sicherheitspersonal (oh ja!), sie alle überschütten einen mit einem freundlichen Schwall arabischer Wörter, man lächelt und nickt und lächelt nochmal und dann erfährt man, wie toll es alle finden, dass man hier ist und alles und überhaupt.
Kairo-Nighlife
„Kairo im Ramadan ist gaaaaaaaaanz anders!“, „Während Ramadan ist in Kairo gaaaar nichts los!“ GAR NICHTS LOS?!?!? Wir werden wahrscheinlich unser oberblaues Wunder erleben, wenn die Schonfrist nächsten Monat zu Ende geht. Kairo ist eine der Städte, die nie, wirklich NIE, schläft. Neulinge werden noch nach zwei Wochen an ihren Augenringen erkannt. Völlig egal, wann man nach draußen geht, immer findet man Leute auf der Straße und die Altersspanne erstreckt sich von 9 bis 99.
Dass in Kairo während Ramadan nichts los ist, stimmt also definitiv nicht. Ob es danach ganz anders sein wird, werden wir noch herausfinden.
Erlebnisse
Alexandria: Unser erster Trip nach Alex war eher spontaner Natur, machte aber auf jeden Fall Lust auf mehr. Abends in Kairo los, in Alex erstmal Mango bi Laban im Saft-Drive-In, dann Sightseeing im wunderschönen Park des ehemaligen Königs, weiter zur Festung und berühmten Bibliothek und noch in der selben Nacht zurück nach Kairo. Wir fanden Alex jetzt schon super, im Winter soll es unglaublich sein.
Felukka, Muqattam und Suhur: Unser bislang touristischstes Erlebnis war der Ausflug mit Mohammed und Ashraf vom International Office der MIU und den Austauschstudenten aus Schweden und Polen. Nichtsdestotrotz ein unvergesslich schöner Abend. Zuerst mit der Felukka über den Nil schippern, dann für Tee und Shisha auf den Muqattam, den Hausberg Kairos, von dem man den unglaublichsten Blick über die hell erleuchtete Stadt hat, und schließlich gegen halb drei (völlig normale Essenszeit) zum ersten Suhur in die Stadt – es war der Beginn des Ramadan und gleichzeitig unser erstes Essen in einer Menge von gefühlten 20.000 Ägyptern, die sich durch die Straßen drängen.
Die Villa: Unser Freund Ahmed besitzt dank seines – nennen wir es einflussreichen – Vaters nicht nur drei Autos sondern auch eine eigene Villa mitten im Niemandsland zwischen Kairo und Alexandria. Wer jetzt wie ich dachte, dass Villa nur eine Übertreibung aufgrund unzureichender Vokabelkenntnisse sei, liegt falsch. Ich hätte nicht gedacht, dass es irgendwo auf der Welt einen Platz wie diesen gibt. Das Haus, der Garten, der Pool, das alles ist einfach nur wunderschön und wunderbar einsam gelegen, ein Traum. Die Distanz sprengt leider endgültig die Schmerzgrenze dessen, was wir bereit sind, bis zur Uni zurückzulegen, sonst wären wir auf der Stelle eingezogen.
Das Meer: Das Schöne hier ist, dass man sich automatisch so schnell anpasst. Kairos Bewohner lieben zwar ihre Stadt, genauso schwärmen sie aber davon, sie für eine Weile zu verlassen. Freitag Nacht brachen wir auch endlich auf, nach El Ain El Sukhna, Erzählungen zufolge so etwas wie das Gelobte Land. Wir fanden einen wunderbar ruhigen Platz am Roten Meer vor und verbrachten damit unseren ersten Strandtag.
Die Party: Donnerstag abend Iftar als Einweihung unseres neuen Zuhauses. Die Party war phänomenal, endlich die ganze Wohnung voller Menschen, Essen, Stimmen, ... Danach fuhren wir noch mit einigen Freunden zu einem Jazz-Sufi-Konzert im Kulturzentrum El Sawy in Zamalek, ein ungewohntes aber ganz und gar nicht unerträgliches Erlebnis.
Die Pyramiden: Die Pyramiden schaffen es nur auf Platz zwei unserer touristischsten Erlebnisse, weil wir, um den Eintritt zu sparen, nachts auf einem nicht vorhandenen Weg mit Ahmeds Jeep durch die Wüste heizten und den Anblick der Pyramiden dann aus einiger Entfernung von einer Düne aus genießen durften. Es ist ein völlig surreales Erlebnis, wenn sich diese jedem bekannten Gebilde plötzlich vor einem erheben, man hat sie so oft gesehen und wenn man schließlich davor steht, kann man es nicht glauben. Zu dieser einzigartigen Atmosphäre trägt natürlich auch die Wüste ihren Teil bei, in der Nacht schon für sich alleine ein Erlebnis.
Diese wären:
Wohnung
Unsere Wohnung befindet sich in Nasr City, einem der jüngeren Stadtteile von Kairo, der zu Ehren des Siegers über die israelischen Truppen im Jom-Kippur-Krieg erbaut wurde. Wir leben in einem Haus mit diversen Professoren der Al Azhar Universität und der wahrscheinlich süßesten Bawab-Familie in ganz Ägypten. Für diejenigen, die die Lektion „Auf Wohnungssuche“ im Arabischbuch nicht mehr parat haben: Ein Bawab ist sowas wie ein Hausmeister mit einem langen Gewand.
Die Wohnung selbst ist super schön und gemütlich und hat alles, was wir brauchen. Außer des öfteren Wasser und Strom. Soll aber ein temporäres Problem sein, malesh. Hauptaufenthaltsort, wenn wir mal zu Hause sind, ist der Balkon, für den uns unsere Vermieterin sogar noch extra Tisch und Stühle gekauft hat.
Uni
Die Misr International University ist eine Bildungseinrichtung mit dem Flair einer Hotelanlage. Am ersten Tag dachten wir, wir seien im Himmel, da man nicht nur T-Shirts und Kugelschreiber geschenkt bekommt, sondern dazu auch noch überall Angestellte frischen Mangosaft und Snacks servieren. Was für ein Empfang, dachten wir uns schon, leider stellte sich heraus, dass das alles eigentlich für die Freshmen-Students war und zwar für die, die an dieser Uni regulär bezahlen... ;-)
Ansonsten können wir zur Uni noch nicht viel sagen, da die allgemeine Verplantheit und völlige Abwesenheit jeglicher Regeln selbstverständlich NUR auf den Ramadan zurückzuführen ist. Bestimmt werden wir uns zum Ende des Monats organisationsmäßig in einem Militärcamp wiederfinden.
Was aber auffällt, ist die bedingungslose Hilfsbereitschaft einfach jeder einzelnen Person, die man auf den verwirrenden Gängen dieser Gebäude so antreffen kann: Ob Professoren oder Studenten, Putzfrauen, Bibliotheksmitarbeiter oder Sicherheitspersonal (oh ja!), sie alle überschütten einen mit einem freundlichen Schwall arabischer Wörter, man lächelt und nickt und lächelt nochmal und dann erfährt man, wie toll es alle finden, dass man hier ist und alles und überhaupt.
Kairo-Nighlife
„Kairo im Ramadan ist gaaaaaaaaanz anders!“, „Während Ramadan ist in Kairo gaaaar nichts los!“ GAR NICHTS LOS?!?!? Wir werden wahrscheinlich unser oberblaues Wunder erleben, wenn die Schonfrist nächsten Monat zu Ende geht. Kairo ist eine der Städte, die nie, wirklich NIE, schläft. Neulinge werden noch nach zwei Wochen an ihren Augenringen erkannt. Völlig egal, wann man nach draußen geht, immer findet man Leute auf der Straße und die Altersspanne erstreckt sich von 9 bis 99.
Dass in Kairo während Ramadan nichts los ist, stimmt also definitiv nicht. Ob es danach ganz anders sein wird, werden wir noch herausfinden.
Erlebnisse
Alexandria: Unser erster Trip nach Alex war eher spontaner Natur, machte aber auf jeden Fall Lust auf mehr. Abends in Kairo los, in Alex erstmal Mango bi Laban im Saft-Drive-In, dann Sightseeing im wunderschönen Park des ehemaligen Königs, weiter zur Festung und berühmten Bibliothek und noch in der selben Nacht zurück nach Kairo. Wir fanden Alex jetzt schon super, im Winter soll es unglaublich sein.
Felukka, Muqattam und Suhur: Unser bislang touristischstes Erlebnis war der Ausflug mit Mohammed und Ashraf vom International Office der MIU und den Austauschstudenten aus Schweden und Polen. Nichtsdestotrotz ein unvergesslich schöner Abend. Zuerst mit der Felukka über den Nil schippern, dann für Tee und Shisha auf den Muqattam, den Hausberg Kairos, von dem man den unglaublichsten Blick über die hell erleuchtete Stadt hat, und schließlich gegen halb drei (völlig normale Essenszeit) zum ersten Suhur in die Stadt – es war der Beginn des Ramadan und gleichzeitig unser erstes Essen in einer Menge von gefühlten 20.000 Ägyptern, die sich durch die Straßen drängen.
Die Villa: Unser Freund Ahmed besitzt dank seines – nennen wir es einflussreichen – Vaters nicht nur drei Autos sondern auch eine eigene Villa mitten im Niemandsland zwischen Kairo und Alexandria. Wer jetzt wie ich dachte, dass Villa nur eine Übertreibung aufgrund unzureichender Vokabelkenntnisse sei, liegt falsch. Ich hätte nicht gedacht, dass es irgendwo auf der Welt einen Platz wie diesen gibt. Das Haus, der Garten, der Pool, das alles ist einfach nur wunderschön und wunderbar einsam gelegen, ein Traum. Die Distanz sprengt leider endgültig die Schmerzgrenze dessen, was wir bereit sind, bis zur Uni zurückzulegen, sonst wären wir auf der Stelle eingezogen.
Das Meer: Das Schöne hier ist, dass man sich automatisch so schnell anpasst. Kairos Bewohner lieben zwar ihre Stadt, genauso schwärmen sie aber davon, sie für eine Weile zu verlassen. Freitag Nacht brachen wir auch endlich auf, nach El Ain El Sukhna, Erzählungen zufolge so etwas wie das Gelobte Land. Wir fanden einen wunderbar ruhigen Platz am Roten Meer vor und verbrachten damit unseren ersten Strandtag.
Die Party: Donnerstag abend Iftar als Einweihung unseres neuen Zuhauses. Die Party war phänomenal, endlich die ganze Wohnung voller Menschen, Essen, Stimmen, ... Danach fuhren wir noch mit einigen Freunden zu einem Jazz-Sufi-Konzert im Kulturzentrum El Sawy in Zamalek, ein ungewohntes aber ganz und gar nicht unerträgliches Erlebnis.
Die Pyramiden: Die Pyramiden schaffen es nur auf Platz zwei unserer touristischsten Erlebnisse, weil wir, um den Eintritt zu sparen, nachts auf einem nicht vorhandenen Weg mit Ahmeds Jeep durch die Wüste heizten und den Anblick der Pyramiden dann aus einiger Entfernung von einer Düne aus genießen durften. Es ist ein völlig surreales Erlebnis, wenn sich diese jedem bekannten Gebilde plötzlich vor einem erheben, man hat sie so oft gesehen und wenn man schließlich davor steht, kann man es nicht glauben. Zu dieser einzigartigen Atmosphäre trägt natürlich auch die Wüste ihren Teil bei, in der Nacht schon für sich alleine ein Erlebnis.
Montag, 24. September 2007
In Ain Sukhna war alles super!!!!! Wir waren den ganzen Tag am roten Meer, haben uns gesonnt und sind auch geschwommen. Wir haben Seeigel und Seesterne gesehen!!! Auch viele tote Fische und Krebs…. Wir haben viel Sand und Seesternen nach Hause mitgebracht. Wir haben auch getaucht und viele Fische und schoene Sachen gesehen! Der Strand war nur fuer uns alleine und alles war einfach schoen und super!!!! Man konnte auch Saudi Arabien auf der anderen Seite sehen! Ich will zurueck!!!
Nach dem Ramadan haben wir 3 Tage frei.... Wir haben schon geplant, auch zu einer anderen Stadt am roten Meer mit Freunden zu gehen!!! Die Stadt heisst Basata!!!!! Hoffentlich klappt's! INSHAALA!
Nach dem Ramadan haben wir 3 Tage frei.... Wir haben schon geplant, auch zu einer anderen Stadt am roten Meer mit Freunden zu gehen!!! Die Stadt heisst Basata!!!!! Hoffentlich klappt's! INSHAALA!
;)
Ramadan Party
Weil wir schon in 2 Wochen mehr als 40 Leute hier in Kairo kennengelernt haben, haben wir eine Ramadan – Party in unserer neuen Wohnung organisiert. Das war eine „Iftar Party“, damit alle, die den ganzen Tag gefastet haben, nach dem Sonnenuntergang viel essen konnten.
Iftar=Fruestueck=Essen nach dem Sonnenuntergang (nach dem Fasten)
Wir haben viele Sachen gekauft und gekocht, weil wir dachten, dass das was wir hatten, zu wenig war….
Viele kamen sehr puenktlich kurz vor 18 Uhr schon an und alle haben was zum Essen mitgebracht… Am Ende gab’s kein Platz mehr fuer das Essen und natuerlich am Ende der Party gab’s Essen fuer 2 Monate!!!!!! Es war sooo schoen, so viele Leute bei uns zu haben und allen hat die Party gefallen!
Hier ein paar Fotos:
Danach waren wir auf einem arabischen Konzert neben dem Nil!
;)
Iftar=Fruestueck=Essen nach dem Sonnenuntergang (nach dem Fasten)
Wir haben viele Sachen gekauft und gekocht, weil wir dachten, dass das was wir hatten, zu wenig war….
Viele kamen sehr puenktlich kurz vor 18 Uhr schon an und alle haben was zum Essen mitgebracht… Am Ende gab’s kein Platz mehr fuer das Essen und natuerlich am Ende der Party gab’s Essen fuer 2 Monate!!!!!! Es war sooo schoen, so viele Leute bei uns zu haben und allen hat die Party gefallen!
Hier ein paar Fotos:
Danach waren wir auf einem arabischen Konzert neben dem Nil!
;)
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