Unser Aufenthalt in Ägypten begann - wie sollte es anders sein - mit einer Reihe von Schocks. Eigentlich hätten wir schon am Flughafen in München misstrauisch werden sollen, als alles glatt lief, unsere 10 Kilo Übergepäck anstandslos akzeptiert wurden und unsere Maschine noch nicht einmal Verspätung hatte. Kaum in Kairo gelandet, wendete sich das Blatt. Alex, die ihr Visum schon in Deutschland besorgt hatte, wurde an der Passkontrolle aufgehalten - und zwar, nachdem wir anderen alle schon durch waren. Sie also auf der einen Seite, wir auf der anderen, zwischen uns eine Schranke und eine Horde arabischsprechender Sicherheitsbeamter. Es kostete uns eine Stunde und diverse Nerven, bis Alex tatsächlich als die Person auf dem Foto ihres Ausweises anerkannt wurde und wir endlich alle auf der "richtigen" Seite der Absperrung standen. In der Zwischenzeit war sogar Ashraf, ägyptischer Student unserer Uni, der uns am Flughafen abholen sollte, schon angekommen. Er hatte an ursprünglich an einem anderen Flughafen gewartet...
Wir fuhren zu Bianca und Maike nach Dokki um von dort aus die nächsten Tage intensives Wohnungssuchen zu betreiben. Auch das brachte uns zeitweise an den Rand der Verzweiflung aber letztendlich blieben wir Al Qahiratan, die Siegreichen ;o). Am Montag konnten wir unser neues Heim beziehen.
In den News-Rückstand gerieten wir nur, weil mein Computer gleich am ersten Tag den Geist aufgab und Alex' Wireless-Karte nicht funktionierte. Wir genossen daraufhin ein paar Tage völliger Abgeschnittenheit vom Rest der Welt. Einer der ersten Ägypter, die wir kennenlernten, war glücklicherweise Software-Ingenieur...
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