Schon wieder im Verzug mit den Reiseberichten... Schnell, schnell die Erlebnisse vom vorletzten Wochenende:
Als am letzten Mittwoch bekanntgegeben wurde, dass der Sonntag wegen des 6. Oktobers frei sein würde (überzeugende Logik, da 6. Oktober ja am Samstag war…), schlugen wir den Reiseführer auf und hatten kurze Zeit später unser Ziel festgelegt: Am Donnerstag abend brachen wir auf nach Siwa, die westlichste Oasengruppe Ägyptens nahe der libyschen Grenze in einer Wüste genannt "The Great Sand Sea". Die Fahrt dorthin war zwar lange und nicht eben das, was man unter einer angenehmen Reise versteht aber den Umständen entsprechend völlig normal und das Ziel auf jeden Fall die Mühe wert. Schon ins Marsa Matrouh, einer Stadt am Mittelmeer, von der aus die einzige Straße nach
Siwa führt, waren wir im Vorhof zu einer anderen Welt angekommen. Siwa selbst vermittelt den Eindruck, als sei die Zeit dort stehen geblieben. Die Stadt besteht hauptsächlich aus einem Marktplatz, die sichtbare Bevölkerung aus Männern in der traditionellen Djallaba, winkenden Kindern und Eseln. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, wenn vor einem ein Mofa die Straße kreuzt, auf dem abgesehen von zwei Männern und einem Kind auch noch eine Ziege sitzt.
Nachdem wir uns im Hostel eine Übernachtung für zwei Euro pro Person organisiert hatten, begannen wir unser Sightseeing-Programm.
Die Altstadt, Shali, wurde 1926 von einem völlig ungewöhnlichen Naturphänomen heimgesucht: Drei Tage Dauerregen und die Lehmhäuser waren nicht mehr zu retten. Shalis Bewohner verliessen fluchtartig ihre Behausungen, Neu-Siwa entstand.
Glaubt man der einschlägigen Reiseliteratur, kommen auf einen Einwohner in Siwa knapp zwei Olivenbäume und etwa 150 Dattelpalmen. Die Zahl der Esel wird nicht näher bestimmt, liegt aber wohl in einer ähnlichen Größenordnung.
Um ein in Kairo nahezu vergessenes Gefühl der Fortbewegung wieder aufleben zu lassen, kann man sich in Siwa Fahrräder mieten und damit die nähere Umgebung erkunden.
In Fahrradentfernung von Siwa-Stadt liegt auf einem Hügel der Tempel des Orakels aus der 26. Dynastie, was in Jahren ausgedrückt das 6. Jahrhundert v. Chr. ist. Das Amun-Orakel war eines der sechs einflussreichsten seiner Zeit und kann Alexander den Großen zu seinen Besuchern zählen, der sich vor einem seiner Feldzüge gerne als Sohn des Zeus beziehungsweise Amun bestätigt wissen wollte. 
Der eigentliche Tempel des Amun liegt ein paar hundert Meter entfernt und würde nicht unbedingt als Sehenswürdigkeit erkannt werden, wenn kein Schild darauf hinweisen würde. Wie der Lonely Planet es so schön ausdrückt, „All that’s left standing is a part of a wall covered with inscriptions, thanks to an Ottoman governor who blew up the temple in 1896 to get building material.“ So schnell kann’s gehen…
Eine der Quellen, als Cleopatra-Bad bekannt, liegt mitten in den Palmenhainen. Als Frau tut man gut daran, diesen antiken Swimmingpool nur von außen zu betrachten
, Siwas (männliche) Jugend nutzt ihn allerdings sehr intensiv.
Auf dem Gebel al Mawta, dem Berg der Toten, versteckten sich die Bewohner Siwas in den höhlenartigen Gräbern, als die Oase im 2. Weltkrieg von den Italienern bombardiert wurde. Etwas makaber. Laut Reiseführer gibt es einige besondere Gräber, die wir jedoch nicht finden konnten. Trotzdem lohnt sich der Aufstieg schon allein der Aussicht wegen.
Siwa führt, waren wir im Vorhof zu einer anderen Welt angekommen. Siwa selbst vermittelt den Eindruck, als sei die Zeit dort stehen geblieben. Die Stadt besteht hauptsächlich aus einem Marktplatz, die sichtbare Bevölkerung aus Männern in der traditionellen Djallaba, winkenden Kindern und Eseln. Da ist es auch nicht weiter verwunderlich, wenn vor einem ein Mofa die Straße kreuzt, auf dem abgesehen von zwei Männern und einem Kind auch noch eine Ziege sitzt.Nachdem wir uns im Hostel eine Übernachtung für zwei Euro pro Person organisiert hatten, begannen wir unser Sightseeing-Programm.

Die Altstadt, Shali, wurde 1926 von einem völlig ungewöhnlichen Naturphänomen heimgesucht: Drei Tage Dauerregen und die Lehmhäuser waren nicht mehr zu retten. Shalis Bewohner verliessen fluchtartig ihre Behausungen, Neu-Siwa entstand.
Glaubt man der einschlägigen Reiseliteratur, kommen auf einen Einwohner in Siwa knapp zwei Olivenbäume und etwa 150 Dattelpalmen. Die Zahl der Esel wird nicht näher bestimmt, liegt aber wohl in einer ähnlichen Größenordnung.
Um ein in Kairo nahezu vergessenes Gefühl der Fortbewegung wieder aufleben zu lassen, kann man sich in Siwa Fahrräder mieten und damit die nähere Umgebung erkunden.
In Fahrradentfernung von Siwa-Stadt liegt auf einem Hügel der Tempel des Orakels aus der 26. Dynastie, was in Jahren ausgedrückt das 6. Jahrhundert v. Chr. ist. Das Amun-Orakel war eines der sechs einflussreichsten seiner Zeit und kann Alexander den Großen zu seinen Besuchern zählen, der sich vor einem seiner Feldzüge gerne als Sohn des Zeus beziehungsweise Amun bestätigt wissen wollte. 
Der eigentliche Tempel des Amun liegt ein paar hundert Meter entfernt und würde nicht unbedingt als Sehenswürdigkeit erkannt werden, wenn kein Schild darauf hinweisen würde. Wie der Lonely Planet es so schön ausdrückt, „All that’s left standing is a part of a wall covered with inscriptions, thanks to an Ottoman governor who blew up the temple in 1896 to get building material.“ So schnell kann’s gehen…
Eine der Quellen, als Cleopatra-Bad bekannt, liegt mitten in den Palmenhainen. Als Frau tut man gut daran, diesen antiken Swimmingpool nur von außen zu betrachten
, Siwas (männliche) Jugend nutzt ihn allerdings sehr intensiv.Auf dem Gebel al Mawta, dem Berg der Toten, versteckten sich die Bewohner Siwas in den höhlenartigen Gräbern, als die Oase im 2. Weltkrieg von den Italienern bombardiert wurde. Etwas makaber. Laut Reiseführer gibt es einige besondere Gräber, die wir jedoch nicht finden konnten. Trotzdem lohnt sich der Aufstieg schon allein der Aussicht wegen.
Das absolute Highlight unseres Wochenendtrips war jedoch ohne Zweifel die Nacht in der Wüste. Heiße und kalte Quellen, perfekt geformte, bis zu 80 Meter hohe Sanddünen, traditionelle Berberküche, himmlische Stille um uns und Schlafen unter einem unbeschreiblichen Sternenhimmel... Wie im Paradies :-)
1 Kommentar:
yaah
very good photos
regards,
Ahmed Al-Sabbagh
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